Anlaß der GründungImpressumHilfsprojektSpendenkonzept
Schwarzes Brett
bisher ErreichtesMitgliedschaftNewsletter

 









'Samolinchen' - der lange Weg von Zittau nach SAMOS

"Samolinchen"

Wie alles begann ...

Die Fahrt mit der Feuerwehr von Zittau nach München

3. Etappe : München - Venedig

4. Etappe : Patras – Piräus und Piräus – Vathý (Samos)



Irgendwann am Samstagmorgen kamen wir – der zweite Fahrer Werner Gaik und ich – in München an.
Als erstes mussten wir zunächst unsere Freunde finden. Auf dem Rasthof in Vaterstetten hatten wir zwar den Löschzug gefunden, ich gebe ja zu, dass war eigentlich ganz leicht – der war ja rot, aber wo waren die Anderen? Also, erst mal telefonieren und neuen Treffpunkt vereinbaren und los ging es zu einer kleinen Pension, in der sich die übrigen zum Übernachten eingemietet hatten.
Dort gab’s erst mal ein großes Hallo und die zweite „Überführungsmannschaft“ begann sich zu organisieren:

  • Gegenseitiges beschnuppern
  • Austausch der Handyrufnummern
  • Abstimmung der zu fahrenden Strecke, Einladen des Gepäcks in das Begleitfahrzeug
  • usw.

Nachdem diese Dinge geregelt waren, fuhren wir zu dritt mit dem Begleitfahrzeug (schließlich wollten wir von Venedig wieder zurück nach Deutschland) zum Rasthof.
Dort wollten wir noch die Tragepumpe in das Löschfahrzeug einladen, allerdings kamen hier Zweifel auf:
„Das Fahrzeug im Osten – vor der Wiedervereinigung gebaut, die Pumpe aus dem Westen, passt die eigentlich in den am Fahrzeug dafür vorgesehenen Stauraum?“ Hilft nichts, wir mussten ausmessen – allerdings wie es der Zufall will – wir hatten alles möglich an Werkzeug dabei, nur keinen Zollstock, aber mit der freundlichen Unterstützung des Rasthofpersonals ließ sich dieses „Riesenproblem“ schnell lösen.
Und dam kam auch sehr schnell der Ah-Ha-Effekt: die gute alte DIN-Norm muss wohl auch in der ehemaligen DDR gegolten haben, jedenfalls passte die Pumpe auf dem Laufschlitten und in den Stauraum, als wäre sie schon immer dafür vorgesehen gewesen.

Jetzt stand der Abfahrt nichts mehr im Weg. Die Fahrzeugkolonne setzte sich in Bewegung – o.k. Kolonne ist übertrieben, also die beiden Fahrzeuge fuhren in Richtung Österreich.
Ich hatte das Glück ein schönes, leises und mit Radio ausgestattetes Auto zu fahren – Werner und Sebastian hatten dafür eines, mit dem sie auffielen. Wir bemerkten diesen Effekt recht schnell, da die meisten Autos beim vorbeifahren langsamer wurden und uns die Insassen immer wieder freundlich zuwinkten.

Es war eine richtig schöne Fahrt, Sonne, angenehme Temperaturen, wenig Verkehr und ein Fahrzeug voraus, dem man ganz leicht folgen konnte. Irgendwann kurz vor der Grenze klingelt das Handy, ich weiß was jetzt kommt: Telefonieren und Fahren – entsetzlich!! Aber der Anruf kam von den Jungs aus dem Löschzug, nur der war dummerweise so laut, dass ich kein Wort verstand, ich brüllte ins Telefon, sie sollten mir eine SMS-Nachricht schicken. Die kam dann auch prompt: wir hatten vergessen, Vignetten für Österreich zu besorgen. Also musste ich vorfahren und die Vignetten besorgen.
Irgendwann ging es dann durch Österreich über die Brennerautobahn (incl. Stau) Richtung Italien.

Nach ca. 9 Stunden Fahrt passierten wir die Grenze zu „Bella Italia“. Irgendwann gegen 19:00 Uhr kamen wir auf dem Fährhafen von Venedig an. Zum Glück hatten die Ticketverkaufsstellen der Reederei „Blue Star“ noch geöffnet. Allerdings konnte die nette Mitarbeiterin hinter dem Schalter das versprochene kostenlose Ticket nicht ausstellen – der Computer weigerte sich ! Nach mehreren Telefonaten und Beratungen mit den Mitarbeitern von Blue Star, konnte der Rechner zu einem „Kompromiss“ bewegt werden – ein Ticket für 1000 Drachmen (= € 2,93) – und glücklich begaben wir uns danach auf Hotelsuche. Wir wollten ausgeruht sein, wenn es am nächsten Tag ans einschiffen von Samolinchen gehen sollte. Nach drei weiteren Stunden hatten auch wir eine Unterkunft.

Am Sonntag morgen nach dem Frühstück fuhren wir wieder zum Hafen und begannen Samolinchen reisefertig zu machen, wir brachten die vorgefertigten Schilder an den Scheiben an damit jeder wusste, wie es mit Samolinchen in Griechenland weitergehen sollte, schließlich sollte der Löschzug die Überfahrt nach Patras alleine machen.
Nachdem wir alle Dokumente und Schlüssel dem Lademeister der Fähre übergeben hatten machten wir uns auf den Weg zum Markusplatz in Venedig und setzten uns am Ufer in ein Cafe.

Gegen 12:30 Uhr fuhr die Blue Star (mit Samolinchen) in ihrem Bauch an uns vorbei, ich glaube wir hatten alle Drei ein etwas wehmütiges Gefühl als wir das Schiff an uns vorbei Richtung offene See fahren sahen.

Am selben Tag noch fuhren wir zurück nach Deutschland ...

 

Teil 4

(Ioannis Dimas, 08.07.2002)


 

[Home] [der Verein] [Publikationen] [Feuerwehr] [Samos-Infos] [Links] [Platía / Treffpunkt]


 

(Impressum)
info@samoshilfe.net