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Soweit war ja alles glatt gegangen : Samolinchen war auf dem
Weg nach Griechenland und wir auf dem Weg nach Deutschland. Jetzt musste ich
nur noch dafür Sorgen, dass unser bereits Wochen vorher organisierter
„Stafettenlauf“ nicht ins Stocken geriet.
In Italien hatte ich
gleich nach dem Einschiffen von Samolinchen mit einem Freund, Ioannis Rigas, dem Inhaber einer Spedition telefoniert,
dessen Mitarbeiter sollten Samolinchen in Patras von der Fähre übernehmen und
nach Piräus bringen und dort nach Samos einschiffen. Als Samolinchen am Montag Spätnachmittag in Patras ankam,
ließ es sich Jannis Rigas nicht nehmen, höchstpersönlich auch am Schiff mit
seinen Mitarbeitern zu erscheinen und Samolinchen in Empfang zu nehmen.
Ab jetzt war Eile geboten, am Dienstagabend sollte es mit
der Fähre weitergehen nach Samos. Zunächst wurde Samolinchen von den
Fahrern und Mechanikern der Spedition Rigas noch während der Nacht auf Herz und
Nieren geprüft, schließlich war das Fahrzeug seit mehreren Tagen im
„Dauereinsatz“ immerhin so ca. 1.500 km, keiner konnte so richtig beurteilen, ob
diese Dauerbelastung wider Erwarten doch zu Schäden geführt hatte. Am Dienstag stand Samolinchen jedenfalls pünktlich am Hafen
von Piräus und sollte eingeschifft werden.
Allerdings kam jetzt der Zeitpunkt, an dem es zum ersten Mal
zu ernsten Problemen kam. Die Fähre nach Samos war ausgefallen und die
nächstmögliche Verbindung bestand erst wieder am Donnerstag. Jetzt hatten wir den Gau, die Mitarbeiter der Spedition Rigas
mussten zurück nach Patras, nur wer sollte dann Samolinchen auf die Fähre
fahren?
Es begann wieder die hektische Ausarbeitung einer neuen
Planung, Telefonate zwischen Deutschland und Griechenland,
Abstimmungsgesprächen innerhalb Griechenlands, und wir schafften es, die
Weiterreise von Samolinchen organisiert zu bekommen. Geórgos Stánzos, der
Vize-Bürgermeister von Vathý, konnte einen im Athener Exil lebenden Samioten
„überreden“, nach Piräus zu fahren und Samolinchen auf die Fähre nach Samos zu
bringen.
- Am 04.05.2001, Freitag nachts, befuhr Samolinchen dann zum
ersten Mal samiotischen Boden, und wurde von den Mitgliedern der freiwilligen
Feuerwehr von Samos begeistert in Empfang genommen.
Nach einigen kleineren Reparaturen und Umbauten (Einbau
eines zusätzlichen Wassertanks) wurde Samolinchen offiziell in Dienst genommen
und ist in der Wache der freiwilligen Feuerwehr oberhalb von Vathi stationiert.
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