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27. August - 01. September 2001

Im April diesen Jahres erhielten wir sehr überraschend eine mail vom 'Waldforschungsinstitut Thessaloniki' (Forest research institute).

Zu unserer Überraschung wurden wir in dieser mail herzlich eingeladen an einer von der EU unterstützten Konferenz in Thessaloniki teilzunehmen. Titel der Konferenz:
'Waldforschung - Eine Herausforderung für eine integrierte europäische Annäherung' (FOREST RESEARCH - a challenge for an integrated European approach).

Martina und ich entschlossen uns spontan diese Einladung anzunehmen und der Konferenz als Vertreter der Samoshilfe Deutschland e.V. beizuwohnen. Die anfallenden Kosten haben wir privat getragen.

Wir geben an dieser Stelle ganz ehrlich zu, daß wir die nun auf uns zukommende Arbeit doch ein wenig unterschätzt hatten. Zuerst mußte als Konferenzbeitrag ein sogenanntes 'abstract' erstellt werden. Das abstract hatte sich mit einem der Konferenz entsprechenden Thema zu beschäftigen. Wir wählten : 'Erhaltung des Baumbestandes der griechischen Insel Samos. - Effiziente Möglichkeiten der Waldbrandbekämpfung, sowie Umgang mit den Folgen von Waldbränden durch Wiederaufforstung'. Da als 'Konferenzsprache' englisch vorgegeben war, wurde daraus: 'Maintenance of the the tree population on the greek island Samos. Efficient possibilities of fighting forest fires, as well as dealing with the consequences of forest fires through reforstation'.

Die abstracts aller teilnehmenden Organisationen werden in einem abstract-book zusammengefaßt, gedruckt und  zusammen mit weiteren Informationen und Ergebnissen der Konferenz der EU vorgelegt.

Danach hörten wir aus Saloniki lange Zeit nichts mehr. Wir gingen davon aus, daß unsere Arbeit für die Konferenz mit der Einreichung des abstract beendet war. Dem war jedoch nicht so. Ende Mai erhielten wir die Nachricht, daß unser abstract ausgewählt wurde und in  Form eines 'Posters' auf der Konferenz dargestellt werden soll. Also machten wir uns an die Arbeit. Wir erstellten ein Poster in der Größe von 94 x  110 cm. Mit diesem im Gepäck ging´s ab nach Saloniki.

Hier gibt´s den Text der

Posterpräsentation

und das

Poster in Großaufname

Die Konferenz wurde in Form von täglichen Vorträgen abgehalten. Die Vorträge hatten eine Länge von 15 - 30 Minuten, abhängig vom gewählten Thema. Behandelt wurde alle Aspekte rund um das Thema Wald. Die Gefährdung der Wälder durch Ozonbelastungen war genauso Thema wie Lawinenschutzmaßnahmen durch gezielte Hangbepflanznung in den französischen Alpen. Natürlich, und für uns besonders interessant, wurde auch ausführlich das Thema Waldbrand behandelt. Die Vorträge bewegten sich jedoch zumeist auf einer sehr theoretischen Ebene (wie z.B. Früherkennung von Waldbränden durch ein neues Satelitensystem mit Namen VUEGO). Auch wurde wie selbstverständlich über den Sinn von Wiederaufforstung diskutiert, ohne dabei den finanziellen, logistischen und infrastrukturellen Aspekt zu beachten. Geld und Machbarkeit waren nie ein Thema. Die meisten Teilnehmer der Konferenz waren Forscher oder/und Wissenschaftler, die eine Teilproblematik behandeln und Ergebnisse präsentieren. Die eigentliche Umsetzung des Erarbeiteten liegt dann bei den 'Praktikern'. Es war daher für uns als Praktiker schon sehr interessant zu hören, welche Lösungsvorschläge und Vorgehensweisen von den Experten ausgearbeitet wurden. Leider müssen wir sagen, daß wir in fast allen Fällen nun überhaupt keine Möglichkeit der praktischen Umsetzung erkennen konnten. Trotzdem war die Teilnahme an der Konferenz für uns eine sehr lehrreiche Erfahrung, die wir nicht missen möchten. Besonders interessant, und das scheint wohl bei allen Konferenzen so zu sein, waren die Gespräche in den Pausen oder bei der Abschlußveranstaltung. So konnten wir doch einige hochinteressante neue Kontakte knüpfen, intensiv zum Waldforschungsinstitut Thessaloniki aber auch zu griechischen EU-Abgeordneten mit Schwerpunkt Waldschutz- und forschung. In wie weit sich diese Kontakte als nützlich erweisen, wird die Zukunft zeigen. Ein Nachteil ist es aber sicher nicht !

Soviel zu unseren Eindrücken. Wer jetzt noch nicht genug vom Lesen hat, der kann sich gerne die website der Konferenz ansehen.

Unsere Beteiligung wird dokumentiert unter POSTER, Socio-economic aspects.
 

Unser besonderer Dank gilt den folgenden Personen:

Thomas Müller, http://www.tominfo.de

Thommy hat unser Poster in mühsamer Kleinarbeit erstellt (Grafik & Design).
Besonders freuen wir uns natürlich darüber, daß er es KOSTENLOS getan hat !

Heide Kickert (Uni Bielefeld)

Sie hat sämtliche Übersetzungsarbeiten für abstract und Poster professionell ebenfalls KOSTENLOS übernommen.

Wilke GmbH (Bielefeld)

Herr Wilke jun. hat den aufwendigen Posterdruck dem Verein GESPENDET.

(Uli Kuck, 24.10.2001)   

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