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Nachfolgend möchte ich Ihnen von dem Treffen der Samoshilfe Deutschland e.V. am Tegernsee berichten.

Anwesend waren:

Evi und Janni (Samoshilfe)

 

Fotiní und Peter (Samoshilfe)

 

Robert 'insu' Taeger (ehrenamtlicher Mitarbeiter)

 

Herr Aschenbrenner (Ehrenstadtbrandrat der Stadt Passau an der Donau)

 

Monika und Babis aus Pándrosos (Samos)

 

und ich :-)   [Uli, (Samoshilfe e.V.)]

Monika (verheiratet mit Babis) ist auf Samos in der Tourismusbranche tätig. Der Kontakt zu ihr entstand während des Besuches von Herrn Aschenbrenner auf Samos.
Babis ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Pándrosos und gehörte im Herbst zur 'samiotischen Delegation', welche die Feuerwehrautos aus Linz und unser Material aus Passau nach Samos gebracht hat.

Zoom +

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Tegernsee, der 'Tagungsort'

von links: Monika, Babis, Jannis

von links: Monika, Babis, Janni, Herr Aschenbrenner, Robert

noch mal die selben

Der Zweck des Treffens bestand im wesentlichen darin, den Besuch von Herrn Aschenbrenner auf Samos (09. - 16.09.2001) aufzuarbeiten und nicht zuletzt, orientiert an seinen Eindrücken, Ziele für das laufende Jahr abzustecken.

Eingeladen hatten wir auch die Vertreter des Projektteams der Österreichisch-Griechischen Kulturgemeinschaft in Linz, Präsident Lambros Moustakakis, EOBR. Franz Dutzler sowie die Projektleiterin Anita Berger, die jedoch an diesem Tag leider verhindert waren. Das Team unterstützt seit den Bränden im Juli 2000 die Freiwilligen Feuerwehren in Samos mit benötigtem feuerwehrspezifischem Ausrüstungsmaterial und Feuerwehrautos.

Herr Aschenbrenner berichtete ausführlich und anschaulich über seinen einwöchigen Aufenthalt auf Samos. Ziel war es für ihn sich einen generellen Überblick über die Situation der Freiwilligen Feuerwehren aus Sicht eines absoluten Profis zu verschaffen. In der doch sehr kurzen Zeit konnte Herr Aschenbrenner unzählige und sehr informative Gespräche führen sowie viele Wehren 'inspizieren'.

Hierbei kam er zu folgendem Ergebnis:

  • Die Ausrüstungssituation ist in allen Belangen (Berufsfeuerwehr ausgenommen) nicht ausreichend. Es fehlt entweder komplett an relevantem Material bzw. sind viele Materialien völlig veraltet, nicht mehr funktionsfähig oder auch schlecht bzw. gar nicht gepflegt. So sind z.B. viele Schläuche durch schlechte Pflege und falsche Lagerung im Ernstfall schon gar nicht mehr einsetzbar bzw. werden bei Belastung durch den Wasserdruck mit Sicherheit bersten.

So ergab sich der erste konkrete Ansatzpunkt ... Pflege und Umgang mit dem vorhandenen Material.
Herr Aschenbrenner unterbreitete das Angebot, Feuerwehrleute aus Samos bei der FFW in Passau einem 'Crashkurs' hinsichtlich Materialpflege zu unterziehen. Ebenso kann in Passau der Umgang mit neuen Materialien, z.B. einer Rettungsschere oder Atemschutzgeräten, erlernt werden.

Alleine von der Logik her ist dies ein ganz wichtiger Punkt. Das vorhandene Material muß unbedingt gepflegt und einsatzfähig sein !
Hier werden wir natürlich ansetzen.

  • Nächster Mißstand, der dem Profi ins Auge fiel, war die Tatsache, daß die grundsätzliche Ausrüstungssituation der einzelnen Wehren völlig unterschiedlich ist. So sind z.B. einige Wehren durchaus in der Lage einen Wohnungsbrand im Ort zu löschen, jedoch hoffnungslos überfordert, wenn sie Hilfestellung bei der Waldbrandbekämpfung leisten müssen.

Für andere Wehren ist sogar der Hausbrand  zuviel. Bei wieder anderen kann man (lt. Herrn Aschenbrenner) von einer sicher nicht befriedigenden, aber fürs erste ausreichenden Ausrüstung sprechen.

  • Immer wieder betonte Herr Aschenbrenner bei seinen Ausführungen, und das war für uns ebenfalls sehr wichtig, daß alle Feuerwehrleute, mit denen er gesprochen hatte, großes Interesse an einer  Hilfestellung unsererseits hatten.
    Jeder ist sich wohl nunmehr der Wichtigkeit einer 'funktionsfähigen' Feuerwehr bewußt. Das macht auf jeden Fall Mut, ... denn ohne diese Einsicht und den Willen, dieses zu gewährleisten, würde unsere Arbeit nur wenig Sinn machen.
  • Es wurde bei Herrn Aschenbrenners Besuch leider auch deutlich, daß weder wir bereits alle Feuerwehren kennen, noch diese uns.

 •  Über diesen Umstand wurde lange und angeregt diskutiert !

Logischer Schluß war die Erkenntnis, daß wir dringendst eine exakte Aufstellung der Orte, die eine eigene Feuerwehr betreiben bzw. gerade aufbauen (dies tun zur Zeit erstaunlich viele Orte) benötigen, um entsprechende Kontakte herstellen zu können.
Nur so können wir dann eine sinnvolle Bedarfsermittlung für jede einzelne Wehr durchführen. Wir benötigen einfach die Information

WER braucht WAS ...

und zwar elementar, und nicht als zusätzlichen 'Luxus'.

Monika hat sich in diesem Zusammenhang spontan bereit erklärt, die Gemeinden so lange zu nerven, bis wir eine Aufstellung sämtlicher Wehren und wehrenähnlicher 'Zusammenschlüsse' vorliegen haben.
Sie ist überzeugt dieses, wahrlich nicht einfach Unterfangen, realisieren zu können.

Babis wird für uns, soweit es möglich ist, die Werbetrommel rühren, so daß mehr, vor allem kleine Wehren und Verbände, von unserer Existenz erfahren.

Dennoch sind natürlich auch wir gefordert die 'Öffentlichkeitsarbeit' auf  Samos zu intensivieren.  Beginnen wollen wir damit die Samiaki anzusprechen, welche schon im Juni 2001ausführlich über unsere Arbeit berichtet hat. Wir sind sicher, daß großes Interesse besteht, weitere Informationen über unsere Tätigkeit zu veröffentlichen.

Weitere Aktionen, wie z.B. die Erstellung von Flugblättern unter Hinweis auf unsere Homepage, sind in der Planung bzw. in der Vorbereitung.

Der abschließende Jahresrückblick fiel einhellig überaus positiv aus. Wir haben viel bewegt und sind sicher, auch in Zukunft viel für die Freiwilligen Feuerwehren auf  Samos tun zu können ... stehen wir doch schließlich erst am Anfang unserer Arbeit - was nicht vergessen werden darf !

( Uli Kuck , 24.01.2002)

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