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Der Zweck des Treffens bestand im wesentlichen darin,
den Besuch von Herrn Aschenbrenner auf Samos (09. -
16.09.2001) aufzuarbeiten und nicht zuletzt, orientiert
an seinen Eindrücken, Ziele für das laufende Jahr abzustecken.
Eingeladen hatten wir auch die Vertreter des Projektteams
der Österreichisch-Griechischen Kulturgemeinschaft in Linz, Präsident Lambros
Moustakakis, EOBR. Franz Dutzler sowie die Projektleiterin Anita Berger, die
jedoch an diesem Tag leider verhindert waren. Das Team unterstützt seit den
Bränden im Juli 2000 die Freiwilligen Feuerwehren in Samos mit benötigtem
feuerwehrspezifischem Ausrüstungsmaterial und Feuerwehrautos.
Herr Aschenbrenner berichtete ausführlich und anschaulich
über seinen einwöchigen Aufenthalt auf Samos. Ziel
war es für ihn sich einen generellen Überblick über
die Situation der Freiwilligen Feuerwehren aus Sicht
eines absoluten Profis zu verschaffen. In der doch sehr
kurzen Zeit konnte Herr Aschenbrenner unzählige und
sehr informative Gespräche führen sowie viele Wehren
'inspizieren'.
Hierbei kam er zu folgendem Ergebnis:
- Die Ausrüstungssituation ist in allen Belangen
(Berufsfeuerwehr ausgenommen) nicht ausreichend.
Es fehlt entweder komplett an relevantem Material
bzw. sind viele Materialien völlig veraltet, nicht
mehr funktionsfähig oder auch schlecht bzw. gar
nicht gepflegt. So sind z.B. viele Schläuche durch
schlechte Pflege und falsche Lagerung im Ernstfall
schon gar nicht mehr einsetzbar bzw. werden bei
Belastung durch den Wasserdruck mit Sicherheit bersten.
So ergab sich der erste konkrete Ansatzpunkt ...
Pflege und Umgang mit dem vorhandenen Material.
Herr Aschenbrenner unterbreitete das Angebot, Feuerwehrleute
aus Samos bei der FFW in Passau einem 'Crashkurs'
hinsichtlich Materialpflege zu unterziehen. Ebenso kann
in Passau der Umgang mit neuen Materialien, z.B. einer
Rettungsschere oder Atemschutzgeräten, erlernt werden.
Alleine von der Logik her ist dies ein ganz wichtiger
Punkt. Das vorhandene Material muß unbedingt gepflegt
und einsatzfähig sein ! Hier werden wir natürlich
ansetzen.
- Nächster Mißstand, der dem Profi ins Auge fiel,
war die Tatsache, daß die grundsätzliche Ausrüstungssituation
der einzelnen Wehren völlig unterschiedlich ist.
So sind z.B. einige Wehren durchaus in der Lage
einen Wohnungsbrand im Ort zu löschen, jedoch hoffnungslos
überfordert, wenn sie Hilfestellung bei der Waldbrandbekämpfung
leisten müssen.
Für andere Wehren ist sogar der Hausbrand zuviel.
Bei wieder anderen kann man (lt. Herrn Aschenbrenner)
von einer sicher nicht befriedigenden, aber fürs erste
ausreichenden Ausrüstung sprechen.
- Immer wieder betonte Herr Aschenbrenner bei
seinen Ausführungen, und das war für uns ebenfalls
sehr wichtig, daß alle Feuerwehrleute, mit denen
er gesprochen hatte, großes Interesse an einer Hilfestellung
unsererseits hatten.
Jeder ist sich wohl
nunmehr der Wichtigkeit einer 'funktionsfähigen'
Feuerwehr bewußt. Das macht auf jeden Fall Mut,
... denn ohne diese Einsicht und den Willen, dieses
zu gewährleisten, würde unsere Arbeit nur wenig
Sinn machen.
- Es wurde bei Herrn Aschenbrenners Besuch leider
auch deutlich, daß weder wir bereits alle Feuerwehren
kennen, noch diese uns.
• Über diesen Umstand wurde lange
und angeregt diskutiert !
Logischer Schluß war die Erkenntnis, daß wir dringendst
eine exakte Aufstellung der Orte, die eine eigene
Feuerwehr betreiben bzw. gerade aufbauen (dies tun zur
Zeit erstaunlich viele Orte) benötigen, um entsprechende
Kontakte herstellen zu können. Nur so können
wir dann eine sinnvolle Bedarfsermittlung für jede einzelne
Wehr durchführen. Wir benötigen einfach die Information
WER
braucht WAS ...
und zwar elementar, und nicht als zusätzlichen 'Luxus'.
Monika hat sich in diesem Zusammenhang spontan bereit
erklärt, die Gemeinden so lange zu nerven, bis wir eine
Aufstellung sämtlicher Wehren und wehrenähnlicher 'Zusammenschlüsse'
vorliegen haben. Sie ist überzeugt dieses,
wahrlich nicht einfach Unterfangen, realisieren zu können.
Babis wird für uns, soweit es möglich ist, die Werbetrommel
rühren, so daß mehr, vor allem kleine Wehren und Verbände,
von unserer Existenz erfahren.
Dennoch sind natürlich auch wir gefordert die 'Öffentlichkeitsarbeit'
auf Samos zu intensivieren. Beginnen wollen
wir damit die Samiaki anzusprechen, welche schon im
Juni 2001ausführlich über unsere Arbeit berichtet hat.
Wir sind sicher, daß großes Interesse besteht, weitere
Informationen über unsere Tätigkeit zu veröffentlichen.
Weitere Aktionen, wie z.B. die Erstellung von Flugblättern
unter Hinweis auf unsere Homepage, sind in der Planung
bzw. in der Vorbereitung.
Der abschließende Jahresrückblick fiel einhellig
überaus positiv aus. Wir haben viel bewegt und sind
sicher, auch in Zukunft viel für die Freiwilligen Feuerwehren
auf Samos tun zu können ... stehen wir doch schließlich
erst am Anfang unserer Arbeit - was nicht vergessen
werden darf !
( Uli
Kuck , 24.01.2002)
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