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Im Sommer 2000 wüteten auf der griechischen Insel Samos verheerende
Waldbrände, 400.000 Quadratmeter Wald fielen den Flammen zum Opfer. Aus der
einst grünen Insel wurde in großen Teilen eine trostlose Baumwüste. Um
Waldbrände in Zukunft effektiver bekämpfen zu können, wurden auf Samos etliche
freiwillige Feuerwehren gegründet. Der Passauer Ehrenstadtbrandrat Josef
Aschenbrenner berät ehrenamtlich den Verein „SamosHilfe Deutschland
e.V.'. Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die noch jungen
Freiwilligen Feuerwehren auf Samos zu unterstützen.
Vergangenes Jahr im Oktober reiste Aschenbrenner erstmals nach Samos,
um die Insel und die dortigen Freiwilligen Feuerwehren kennenzulernen. Schon
einen Monat später wurde erstmals FeuerwehrAusrüstung auf die Insel
gebracht.
Im Frühjahr flog der Passauer Ehrenstadtbrandrat erneut auf die
Insel, informierte sich darüber, welche Geräte die Freiwilligen Feuerwehren
am dringendsten brauchten. „Der Bedarf ist enorm, ich musste genau abwägen,
was am notwendigsten und wegen der knappen Mittel machbar ist',
berichtet Josef Aschenbrenner.
Heuer im Oktober brach er zum dritten Mal nach Samos auf mit 28
Kisten voller Schläuche, Waldbrandpatschen und weiterem Material. Viele
deutsche Feuerwehren spendeten dafür gebrauchte, aber noch einsatzfähige
Ausrüstungsgegenstände, lobt Aschenbrenner deren Hilfsbereitschaft.
Er fuhr zusammen mit Dipl. Ing. Frank Stein in einem Transporter,
der in Venedig auf die Fähre verladen wurde, nach Samos. Dort traf
Aschenbrenner mehrmals Abordnungen verschiedener Feuerwehren und tauschte
mit den griechischen Kollegen Erfahrungen aus.
Aschenbrenner und Frank Stein fuhren gemeinsam über die
ganze Insel, verteilten die mitgebrachten Geräte und Materialien und gaben
mancherorts Tipps für den Aufbau einer Freiwilligen Feuerwehr.
Der Geschäftsführer der Vereinigung der vier Großgemeinden der Insel
Samos bat den SamosVerein beispielsweise um AufbauHilfe: Es gebe zwar
genügend Männer für eine Freiwillige Feuerwehr, doch sonst fehle es an allem.
Ein EU-Förderprogramm wäre möglich, wenn es eine Partnerschaft mit einer
Gemeinde im EU-Raum gäbe.
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