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Josef Aschenbrenner
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Ehrenstadtbrandrat der Stadt Passau
Ehrenmitglied des
Landesfeuerwehrverbandes
Bayern
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Hilfstransport
nach Samos
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1.
Reisevorbereitungen, Anreise nach Ancona
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Die
Reisevorbereitungen waren z.T. sehr langwierig und belastend.
Erfreulich war die Tatsache, dass das Löschgruppenfahrzeug
(Spende der Stadt Hagen) noch umfangreich mit Schläuchen
und Armaturen ausgestattet werden konnte. Der Reifenplatzer
bei der Überführung des Fahrzeuges verlief gottseidank
glimpflich.
Bis
zuletzt wurden mir noch von vielen Seiten Spenden angeliefert.
Erst Sonntag, den 28. März 2004 war es mit einigen Hindernissen
erst möglich, den Atemluftkompressor nach Passau zu
bringen.
 Bei
der Abreise am 30. März 2004 (12.00 Uhr) bei gutem Wetter
von der Hauptfeuerwache aus waren das LF 16-TS und der
Mercedes-Sprinter (3,5 to) vollgepackt bis zum letzten
Winkel. Meine Mitfahrer waren Stadtbrandmeister Bloch
(Leiter der Feuerwehrfachwerkstätte) und Hauptfeuerwehrmann
Freudenstein.
Die
Anreise über Salzburg, Villach, Udine, Venedig, Bologna
und Rimini verlief problemlos, wobei sich das Wetter
schon in den Alpen deutlich verschlechterte. Obwohl
wir Pausen eingelegt hatten, war nach Rimini doch eine
längere Schlafpause vonnöten. Rechtzeitig erreichten
wir den Hafen Ancona; die Ticketausgabe bereitete die
üblichen Schwierigkeiten.
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2.
Überfahrt nach Patras, Weiterfahrt nach Piräus und Fähre
nach Samos
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Die
gebuchte Fähre Superfast XII war wahrlich ein Traum.
Das Schiff wurde 2002 in Lübeck gebaut und wies einen
sehr hohen Sicherheitsstandard auf. Das Wetter war leider
sehr durchwachsen. Wir kamen fast pünktlich am 1.4.2004
gegen 11.30 Uhr in Patras an. Ein Feuerwehrfahrzeug
geleitete uns Ausfallstraße nach Piräus.
In
äußerst zügiger Fahrt ging es dann nach Piräus. Nur
ein kurzer Tankstopp musste eingelegt werden. Etwa 30
km vor Athen wurden wir wieder von einem Feuerwehrfahrzeug
der BF Athen erwartet. Als wir uns dem Hafen näherten,
gerieten wir in einen kompletten Verkehrsstau. Trotz
des mit Rotlicht voraus fahrenden Fahrzeugs kamen wir
nicht weiter. Als wir um 17.30 Uhr am Hafen eintrafen,
sahen wir nur noch die auslaufende Fähre. Dank der Kameraden
der BF Athen konnten wir unsere Fahrzeuge im bewachten
Hafengelände abstellen und die Nacht in einem Hotel
verbringen.
Am
nächsten Tag (Freitag, 2.4.04) gelang es uns nach vielen
Telefonaten, Tickets auf der Schnellfähre "EOLUS"
zu buchen. Das angesagte Schlechtwetter bestätigte sich,
wir gerieten in einen fürchterlichen Sturm, sodass die
Fähre nur langsam vorankam. Erst gegen 03.00 Uhr trafen
wir in Karlóvassi ein, wo uns Kamerad Vangelis bereits
erwartete. Wir bezogen ein Appartement in einer Ferienanlage
mit Blick aufs Meer.
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3.
Materialausgabe, Fahrzeugübergabe
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Am
Samstag, den 3.4.04, machten wir uns mit dem Sprinter
zur Freiwilligen Feuerwehr Pythagorion auf. Hier luden
wir den nahezu 300 kg schweren Atemluftkompressor mit
Hilfe eines Gabelstaplers ab. Auch das hydraulische
Rettungsgerät einschließlich Notstromaggregat wurde
ausgeladen.
Abends
waren wir wieder in Karlóvassi, wo ein Abendessen bei
Musik und ein Treffen mit dem Bürgermeister Lymberis
Panagiotis und Monika und Babis auf dem Programm standen.
Am
Sonntag, den 4.4.04 besuchte ich einen Gottesdienst
in Idroussa, den Papas, der Schwiegervater von Vangelis
abhielt. Anschließend wurde ich zum Essen eingeladen,
wo es zu sehr freundschaftlichen Gesprächen kam. Mit
Hilfe von Papas als Dolmetscher war alles kein Problem.
Mittlerweile
hatten meine beiden Begleiter im Hafengelände das gesamte
Gerät und die 15 großen Transportschachteln aus- und
umgeladen.
Am
Sonntagabend wurde die FF Idroussa mit den zugeteilten
Geräten bedacht.
Hans
Bloch führte bei den beiden Fahrzeugen die notwendigen
Einstellungen durch; die zahlreich erschienenen Maschinisten
wurden gründlich in die Handhabung der Einsatzfahrzeuge
eingewiesen, wobei sich wieder sehr deutlich die bereits
im Vorjahr geschilderten Ausbildungsdefizite der Maschinisten
zeigten.
Am
Montag, den 5. April 2004 konnte ich dann vor dem Rathaus
das Löschgruppenfahrzeug an Herrn Bürgermeister Lymberis
übergeben.
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Zuvor hatten meine Begleiter sowie Kommandant
Vangelis und Babis in stundenlanger Arbeit das Fahrzeug
"appellfähig" gemacht. In einer kleinen, aber
feierlichen Zeremonie wurde dann der Überlassungsvertrag
vom Bürgermeister unterzeichnet und das Fahrzeug an
die Feuerwehr übergeben. Den gleichfalls anwesenden
Vertretern der Berufsfeuerwehr Karlóvassi wurden vier
komplette Atemschutzgeräte ausgehändigt. Es bleibt festzustellen,
dass allseits Freude herrschte und der Samoshilfe Deutschland
e.V., der Stadt Hagen und mir und meinen Begleitern
aufrichtig Dank gesagt wurde. Das vollausgestattete
LF 16-TS bringt eine sehr wesentliche Verbesserung des
Ausrüstungsstandes der Freiwilligen Feuerwehr Karlóvassi;
es wird sich als Schlauchträgerfahrzeug sicher bestens
bewähren.
Anschließend
ging es dann zu vier weiteren Standorten, wo Geräte
und persönliche Schutzausrüstung ausgeliefert wurde.
Ein besonders herzlicher Empfang wurde uns in Kontakéika
bereitet, wo der Abend bei einem guten Essen in der
Dorfschänke ausklang.
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4.
Aufenthalt in Pythagorion
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Nach
Erledigung aller Aufgaben "siedelten" wir
nach Pythagorion über. Dort wohnten wir in der Wohnung
eines im Urlauf befindlichen Feuerwehrkameraden.
In
Pythagorion ging es immer turbulent zu. Einerseits stand
der Anschluss des Kompressors und die Einweisung des
Bedienungspersonals an. Leider war der von mir im voraus
verlangte Stromanschluss nicht hergestellt, sodass wir
einen echten Probelauf nicht durchführen konnten.
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Große
Bemühungen waren notwendig, um den Kameraden die Wirkungsweise
des kompletten hydraulischen Rettungsgeräts zu erklären.
Nach erstaunlich kurzer Zeit konnten sie die Geräte jedoch
selbst bedienen.
Weiter
stand der technische Einbau der Geräte in das vorhandene
Tanklöschfahrzeug an. Auch hier konnte Johann Bloch
wertvolle technische Hinweise geben. Es wurden Pumpenwartungsarbeiten
absolviert und eine Kurzkontrolle der Atemschutzgeräte
und der dazugehörigen Masken vorgenommen.
In
den weiteren Tagen suchten wir verschiedene Feuerwehrstandorte
auf, um Schutzausrüstung und Armaturen zu übergeben.
Ich stattete auch der Berufsfeuerwehr in Samos einen
Besuch ab, wo ich vom stellvertretenden Chef überaus
zuvorkommend empfangen wurde. Ich übergab ihm ebenfalls
vier Atemschutzgeräte (Fa. Auer, Typ PD 73) und weiteres
Gerät, u.a. ein Sprungtuch.
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An
den Osterfeiertagen war dann endlich Zeit für Ruhe und
Besichtigungen.
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Ich verwirklichte mir meinen Wunsch,
an den österlichen kirchlichen Veranstaltungen teilzunehmen.
Diese Stunden bleiben für mich unvergesslich. Ungewöhnlich
war für uns das Feuerwerk und das Krachen der Böller
nach den Gottesdiensten.
Da
die Temperaturen in diesen Tagen auch deutlich anstiegen,
konnten wir Meer baden, wo wir aber die einzigen Badegäste
waren.
Am
Ostermontag traten wir mit vielen netten Dankes- und
Abschiedsworten unserer Gastgeber die Heimreise an.
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5.
Rückreise nach Passau
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Vom
Samos aus fuhren wir mit einer Nachtfähre nach Piräus.
Anfangs waren wir nur wenige Passagiere, doch nach einigen
Stationen war die Fähre total gefüllt. An Schlaf war
kaum zu denken. Nach über 12 Stunden waren wir in Piräus.
Von
Piräus fuhren wir am 13. April 2004 mit der gleichen
Fähre wie auf der Anreise nach Ancona. Die Fahrt mit
dem Sprinter nach Passau ging reibungslos vonstatten.
Am 14.4.2004 gen 22.00 Uhr waren wir wieder zuhause
angelangt.
Zusammenfassend
darf ich feststellen, dass der angedachte Reisezweck
voll erreicht wurde, nämlich
- der
Ausbau der gegenseitigen menschlichen Kontakte
- das
Kennenlernen neuer Feuerwehr-Standorte
- die
Übergabe des LF 16-TS an die Freiwilligen Feuerwehr
Karlóvassi. Dem großen Schlauchmangel kann bei Großeinsätzen
abgeholfen werden;
- die
Auslieferung eines kompletten hydraulischen Rettungssatzes
und eines Atemluftkompressors an die FF Pythagorion;
- die
Auslieferung diverser persönlicher Schutzausrüstung,
Schlauchmaterials, Kupplungen, Waldbrandpatschen
und Wasserstrahlpumpen.
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J. Aschenbrenner
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Copyright
2004 © ESBR
Josef Aschenbrenner, Passau
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