Diesen Bericht von SamosTour / JB. & TB. durften wir mit freundlicher Genehmigung von Torben Bolhøj und Jan Backstrøm übernehmen 

Photo: Jan Backstrøm & Torben Bolhøj. | Text: Torben Bolhøj.
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 Nov. 2005 - Samostour.dk

 

Flughafen Samos im September 2005
 

Die Fotografen von Samostour.dk haben schon häufig die Löschflugzeuge in Aktion und bei Übungsflügen in Samos gesehen und fotografiert
(sehen Sie auch den Bericht "Feuer bei Vourliotes").

Am 1. September 2005 hatten wir die Gelegenheit sie näher kennen zu lernen !
Wir machten einen Trip zum Flughafen Samos, und nach der Unterhaltung mit 4 oder 5 Sicherheitsleuten wurden wir zum Flughafenleiterbüro eskortiert. Wir sprachen mit dem Flughafenleiter, und er arrangierte ein Treffen mit dem Leiter der Löschflugzeug-Staffel.
Harálambis Malaktáris ist Oberst in der griechischen Luftwaffe und in ein sehr erfahrener Pilot mit vielen Flugstunden - unter anderem mehr als 2000 Stunden in der alten DC3.
Malaktáris war auch der Pilot, als der ehemalige König Paul 1. und das Flugzeug Konstantins seinen letzten Flug zum AirForce-Museum hatten.  Seit der Zeit der DC3's hat Malaktáris andere Flugzeugtypen geflogen, und er ist (selbst wenn er inzwischen der "Chef" ist), immer noch als Pilot aktiv.
Das Treffen endete mit einer unvergesslichen Besichtigung der Flugzeuge !

 

Malaktáris und Jan unterhalten sich vor den beiden CL-215, die auf Samos stationiert sind.

Oberst Malaktáris und Torben in einem interessanten Gespräch.

Die Flugzeuge Canadair CL-215 sind zwei "ältere Damen" aus dem Jahr 1967. Die nassen Stellen am Boden sind nicht Wasser, sondern Öl aus den Motoren ! Es tropft ständig von ihnen herab, und nach dem Start ist das Flugzeug vollständig mit Öl-Flecken bedeckt.

Die Maschinen sind ausgerüstet mit Pratt & Whitney R 2800 CA3 "Double Wasp" Motoren (doppelreihiger 18-Zylinder-Sternmotor, 2.400 PS, 45,9 Liter Hubraum).

Malaktáris und Jan sprechen über das Fahrgestell.

Eigentlich sind diese Flugzeuge ja "Boote mit Tragflächen". Der Poller auf der Nase dient der Befestigung eines Taus wenn das Flugzeug auf dem Wasser von einem Schlepper gezogen wird.

Die "Bomben-Schächte" sind geöffnet - hier kommt das Wasser heraus!  Sie können einzeln oder beide gleichzeitig entleert werden.
Die beiden rechteckigen Kanäle werden zum Wasseraufnehmen verlängert.

Wenn sie Wasser aufnehmen, fliegen sie weniger als 30-40 Zentimeter über der Oberfläche. Die Kanäle sind leicht nach unten geneigt und das Wasser wird in die Behälter gedrückt.

Die 2 Behälter können zusammen 5455 Liter Wasser fassen. Der schwarze Behälter rechts enthält ein Schaumlöschmittel. Es wird dem Löschwasser beigemischt um die Löschwirkung zu verstärken. Die gleiche Ausrüstung ist auch hinter dem linken Wassertank.

Malaktáris erzählt uns alles über das Flugzeug, dessen Zweck und die Aufgaben der Crew.

Ein Blick in das Cockpit. Die beiden grossen roten Hebel sind eine Art "Lebensversicherung" für die Piloten in der Luft. Sie ermöglichen das sehr schnelle Ablassen der mehr als 5 Tonnen Wasser, wenn eine Notsituation auftritt.

Ein detaillierterer Blick : Die 2 Instrumente in der Mitte zeigen, wieviel Wasser die 2 Behälter enthalten. Es gibt auch eine Halterung für eine Kamera. Rechts unten (mit roten Markierungen) ist das Feueralarm- und Löschsystem für das Flugzeug selbst. Auf der linken Seite sind 2 Kontroll-Paneele für die Motoren.

Jan im Sitz des ersten Piloten

Malaktáris erklärt Jan die ganzen Bedienelemente.

Malaktáris wieder an seinem üblichen Platz.

Torben im Kopilotsitz.

Ich (Torben) erhalte Informationen über die Flugzeug-Ausstattung. DasFlugzeug wird komplett manuell geflogen - die Ruder und Klappen werden ausschließlich durch Kabelzüge und menschliche Kraft gesteuert - keine Servosteuerung wie selbst in Kleinwagen üblich ! Ich war sehr überrascht, wieviel Kraftbedarf nötig war, selbst ohne Wind-Druck auf die Ruder !

Die Arbeit der Piloten ist alles andere als ungefährlich. Sie fliegen häufig sehr niedrig mit einem schwer beladenem und vollständig manuell gesteuerten Flugzeug.
Wir verstehen wirklich, warum sie die Heiligenbilder an der Wand haben !

Quintessenz :
Nach der wirklich sehr informativen Einführung in dieses Flugzeug verstehen wir, was Malaktáris meinte als er sagte : Wenn du dieses Flugzeug fliegst, mußt du ein Gefühl dafür haben, du mußt eins mit ihm werden.
Es gibt keine Zeit nachzudenken : "was jetzt ?".

Ich wünschte ich könnte sagen : OK, Ready for take-off !

 

Unser großer Dank an K. Harálambos Malaktáris !!!

 

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