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Die Hauptsaison für die Fabrik ist in der Zeit nach der Olivenernte von November bis März. |
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Das Ausgangsprodukt heißt "Pyrína", das sind die Rückstände von der Ölgewinnung (Pressung bzw. Zentrifugierung) und besteht aus den Kernen, Schalen und Überbleibsel vom Fruchtfleisch. Da die Pyrína noch sehr viel Feuchtigkeit enthält - sie wird auch im Freien gelagert - muß sie zuerst getrocknet werden. |
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Jetzt beginnt die Seifen-Siederei : Zuerst wird in großen Rühr-Kesseln Wasser mit Soda (= Natriumkarbonat - Na2CO3) vermischt - es entsteht
Natron-Lauge. Diese Lauge wird erhitzt und unter ständigem Rühren mit dem Öl
versetzt, dabei entsteht eine zähflüssige Emulsion. In diese wird nach gut 24 Stunden Speisesalz gegeben, dabei trennt sich die
Emulsion (Aussalzen) in die eigentliche Seife und den Rest, der hauptsächlich
überschüssige Lauge und das gelöste Kochsalz enthält. Der Seifenkern wird von
der Unterlauge getrennt und in flache Kisten zum Trocknen gefüllt, er hat eine
Konsistenz wie Joghurt oder weicher Käse, ist aber schon echte Seife !
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Weiterverarbeitung : Nach ein paar Wochen ist das Zeug schon so hart, daß man es weiter verarbeiten kann Die Seife wird in grobe Stücke zerteilt und kommt in eine Maschine, die an einen überdimensionalen Fleischwolf erinnert. Das Ergebnis wird "kymá" (Hackfleisch) genannt, und so sieht es auch aus, wenn auch grün ;-) |
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Durch diese Prozedur wird die Oberfläche der Seifenmasse stark vergrößert, so daß die noch enthaltene Flüssigkeit viel besser verdunsten kann. Dieses "kymá" wird in luftigen Regalen in flachen Kästen so lange (bis zu 6 Monate) aufbewahrt, bis es ausreichend getrocknet ist und bis größere Bestellungen über Seife eingegangen sind. |
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Dann muss das "kymá" wieder in den Fleischwolf, der diesmal aber keine Lochscheibe enthält, sondern ein Rechteck-Profil. Damit hat die Seife zwar schon die richtige Dicke und Breite, ist aber noch 1 m lang. |
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Jetzt
kommen die letzten Arbeitsgänge, sie finden im ersten Stock statt. Der
Seifen-Strang kommt in die Schneidemaschine und wird die endgültige Größe
geschnitten. Im letzten Arbeitsschritt wird in der Prägemaschine noch der
Firmen-Aufdruck eingepresst.
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Selbst
die Asche ist noch zu was gut : wegen ihres hohen Mineralstoffgehalts wird sie
als Dünger auf die Felder verteilt ! Damit schließt sich der Kreislauf der Olive ...
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In einem weiteren Nebenraum gab es noch etwas interessantes zu sehen - eine Dampfmaschine aus dem Jahr 1911 und oben an der Wand eine Riemen-Transmissionsanlage, von der aus die einzelnen Rührwerke und Pumpen über Lederriemen angetrieben wurden. |
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Ein paar LINKS zum Thema : Seifen und Seifenherstellung (Universität Duisburg-Essen) Praktische Seifenherstellung am Beispiel Kernseife Naturseife - Wissenswertes und Interessantes rund um die Seifenherstellung Von Uli K. gibt es auch einen kurzen Bericht zur Olivenseife. Wer diese Seife jetzt haben möchte, man kann sie online bei enexia.de bestellen ! |
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Copyright
Text © 2007 Peter S., Peter Molz |
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