Ein Artikel in der

ASTA  Nummer 5

 

Mittwoch, 08.01.2003

Aufbauhilfe: Passauer Feuerwehr schult Kollegen aus Griechenland

Besucher von der Insel Samos informierten sich über Taktik, Technik und Strukturen


Von Hans-Peter Hoeren

Über die Arbeitsweise und den Aufbau der Feuerwehr in Passau hat sich zwischen den Jahren eine kleine Gruppe von Feuerwehrleuten aus Griechenland informiert. Die drei Männer von der Insel Samos weilten auf Einladung von Ehrenstadtbrandrat Josef Aschenbrenner zusammen mit ihren Frauen und zwei Jugendlichen in der Dreiflüssestadt. Aschenbrenner engagiert sich bereits seit einiger Zeit im deutschen Samos-Hilfeverein für den Aufbau einer Freiwilligen Feuerwehr auf der Ferieninsel.

Nach einer grundlegenden Gerätekunde erhielten die griechischen Feuerwehr-Kollegen von Stadtbrandrat Dieter Schlegl und Stadtbrandinspektor Andreas Dittlmann Unterricht in Taktik und Technik und einen Überblick über den Aufbau des bayerischen Feuerwehrwesens.

Weitere Programmpunkte waren: das Schlaucheinbinden, eine Atemschutzunterweisung und ein Besuch bei der FFW Schalding r.d.D. Da die Schaldinger gerade dabei waren, in ihrer Freizeit das Gerätehaus zu weißeln, gewannen die griechischen Gäste gleich einen lebhaften Eindruck davon, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für das Funktionieren der Freiwilligen Feuerwehr ist.

Ehrenstadtbrandrat Josef Aschenbrenner (l.) und der Zugführer der Hauptwache Uli Windorfer (4. v. l.) erklären den griechischen Gästen die Funktionsweise einer Drehleiter. Mit dabei ist auch Stadtbrandinspektor Andreas Dittlmann (3.v.r.).

(Foto: Scholz)

Fasziniert zeigten sich die Griechen auch vom Arbeitsablauf und der Funktionsweise der Alarmzentrale im Passauer Landratsamt. Aber auch den Ernstfall erlebten die Wehrmänner aus Samos während ihres Aufenthalts hautnah mit: beim Brand einer Wohnung in der Georgstraße (die P N P berichtete) folgten sie in einem Privatfahrzeug den Löschfahrzeugen der Hauptwache. Am Brandort konnten sie dann aus sicherer Entfernung verfolgen, wie ihre Passauer Berufskollegen das Feuer bekämpften.

Ein umfangreiches Besichtigungsprogramm rundete den sechstägigen Besuch ab. Neben München und Linz stand auch ein Besuch des Doms und des Neujahrsanschießens auf dem Domplatz auf dem Programm.

Geselliger Höhepunkt war ein griechisch-bayerischer Stammtisch im Bräustüberl HackIberg. „Es herrschte während des gesamten Besuchs eine sehr offene und ungezwungene Atmosphäre. Die griechischen Gäste waren begeistert über die Gastfreundschaft der Feuerwehrleute und der Passauer', zog Ehrenstadtbrandrat Josef Aschenbrenner zufrieden Bilanz. Für die Zukunft seien weitere Schulungen griechischer Feuerwehrleute in Passau denkbar.
 

 
 

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